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5 Jahre nach Snowden: Wirklich verstehen, warum wir etwas zu verbergen haben

Short thesis

Vor fünf Jahren hat Edward Snowden die NSA-Überwachung aufgedeckt. Doch wir sind nie darüber hinausgekommen, uns deswegen mehr als unwohl zu fühlen.
Aber warum ist eine Einschränkung der Privatsphäre überhaupt problematisch?
Die Antwort ist Vielen nur diffus bewusst, argumentativ untermauern kann es kaum jemand. Wir wollen deswegen eine feingliedrige Analyse bieten, warum wir unsere Demokratie verschlechtern wenn wir unsere Privatsphäre nicht schützen - selbst wenn wir nichts zu verbergen haben.

Description

 

Öffentliche Debatten begnügen sich oft damit, das Problem von Massenüberwachung und Datenkonzernen wie Facebook als "schlecht für die Privatsphäre" zu erklären. Was aber tun wir, wenn Viele Privatsphäre nicht als wertvoll erachten? Was ist denn nun die Antwort auf "Ich hab nichts zu verbergen"? Warum genau Massenüberwachung so bedrohlich ist und wie bestimmte Akteure mithilfe unserer persönlichen Daten Macht über uns ausüben, ist schwierig zu erklären. Um diesen komplizierten Zusammenhang darzustellen, muss grundsätzlich zwischen staatlicher Überwachung und Datenkonzernen unterschieden werden, sie haben unterschiedliche Interessen und kommen über unterschiedliche Wege an die Daten. Außerdem geht es um unterschiedliche Arten von Daten, die technisch auf unterschiedlichen Wegen gesammelt werden. In beiden Fällen muss klar werden, warum einzelne Daten zu Macht werden können und warum das bedeutet, dass Überwachung die persönliche Freiheit aller einschränkt.

 

In dieser Session begeben wir uns zuerst tief in den Maschinenraum, um die intuitive Position, dass Privatsphäre wichtig ist, aufzuschlüsseln, in Worte zu fassen und greifbar zu machen. Nachdem wir das geschafft haben, sind die Teilnehmer*innen dran. Anhand von Beispielen wird geübt, diesen Zusammenhang zu nutzen um gegen Massenüberwachung und für die Stärkung der Privatsphäre zu argumentieren.